Programmübersicht der ISBM 2010

 
 
Detailprogramm  Montag, 19. Juli 2010 Dienstag, 20. Juli 2010 Mittwoch, 21. Juli 2010 Donnerstag, 22. Juli 2010 Freitag, 23. Juli 2010
 
 
 
 
Detailprogramm  (zum Downloaden)
 
Montag, 19. Juli 2010
 
Ab 09:00 Uhr Anmeldung beim Tagungssekretrariat

10:00 Uhr

 

12:00 Uhr

M. Patera / U. Gamm: Begrüßung und offizielle Eröffnung

World Café: Crossing Borders

Informationen zum Programm,  Start der Workshop Registrierung

12:30 - 14:30 Uhr Mittagspause
14:30 - 16:00 Uhr

Parallele Workshops:

  • W. Bartussek: Den Grenzgänger in dir entdecken (Counter Clown)  mehr

    Ausgehend von deiner ganz speziellen, persönlichen Art zu gehen, findest du dein dir innewohnendes Potenzial auf zwei verschiedene Vorgehensweisen:
    Jene Aspekte, die du bereits sichtbar verkörperst, zeigen sich durch den Gang deines inneren Clowns. Jene Aspekte, für die du über deine inneren Grenzen gehen musst, um sie sichtbar werden zu lassen, werden durch die Gang-Art deines Counter-Clowns erlebbar.

  • D. Bowling: Mindfulness and True Presence (1)  mehr

    Wie oft bemerken Sie, dass bei irgendeiner Tätigkeit ihre Gedanken abwandern, dass Sie mit Ihren Gedanken ganz woanders sind, als bei dem, was Sie gerade tun? Wie oft haben Sie Ihrem Gegenüber nicht mehr zugehört, um dann zu sagen: “Oh, tut mir leid, ich habe Sie nicht richtig gehört: Könnten Sie bitte wiederholen, was Sie eben gesagt haben?” In einer normalen Situation sind solche Augenblicke der Abwesenheit vielleicht nur ein bisschen peinlich, aber in einer Mediation können genau diese Augenblick den Ausschlag für das Gelingen oder das Scheitern geben. In diesem Workshop werden wir untersuchen:
    - was es bedeutet, ganz präsent zu sein,
    - warum unsere Gedanken abschweifen,
    - was die Neurowissenschaften über unser Gehirn und die Präsenz zu sagen haben,
    - was für ein Gespräch sich ganz natürlich entwickelt, wenn wir nicht ganz präsent sind,
    - was für ein Gespräch wir führen und gestalten können, wenn wir ganz präsent sind,
    - wie sich diese beiden Arten von Gesprächen auf die Konfliktlösung auswirken,
    - welche Übungen es gibt, die unsere Fähigkeiten erweitern, vor allem mitten in einem anstrengenden Konflikt ständig präsent zu sein.

  • D. Curtis: Working with Loss and Grief: Theoretical, Practical and Personal Implications  mehr

    Früher oder später taucht in allen Verhandlungen das Thema Verlust oder die Angst vor Verlust auf. Die Reaktionen der Parteien und AnwältInnen auf Verlust, sei es ein tatsächlicher, vorgestellter oder vorausgesehener Verlust, kann ihre Fähigkeit beeinträchtigen, sich in die Mediation wirkungsvoll einzubringen. In diesem Selbsterfahrungsworkshop, werden wir erforschen, was die Verhandlungspsychologie, die Neurowissenschaften und die Trauerforschung uns über die menschlichen Reaktionen auf Verlust lehren können. Und wir werden mit den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten dieser Theorien experimentieren, indem wir TeilnehmerInnen dabei helfen, diese Hindernisse zu überwinden, um zu einer Lösung zu kommen.
    Wir werden auch erforschen, wie unsere persönlichen Reaktionen auf Verlust unsere Fähigkeit beeinträchtigen, wirksam zu mediieren.

  • G. Hüther: Transformation - Überwindung eingefahrener Beziehungsmuster mehr

    Menschen machen Erfahrungen, daraus werden innere Einstellungen und die bestimmen ihre Bewertungen, ihr Denken und Handeln in Konfliktsituationen.
    Die Kunst der Mediation besteht darin, die Konfliktparteien einzuladen, zu ermutigen, zu inspirieren, eine neue Erfahrung in der Beziehung zueinander zu machen…

  • A. Wei-Min Lee / Y. Feng: Business Mediation in China - Bridging Past and Future? mehr

    In der über fünftausendjährigen Geschichte Chinas hatte sich auch die Mediation als Konfliktlösungsmethode entwickelt, aber die Art und Weise der Durchführung und wer als Mediator fungierte hat sich seit den Tagen der Stammesfürsten und der Kaiser bis zur heutigen modernen Welt der Anwälte, der WTO und der Verpflichtungen durch das Völkerrecht stark verändert. Dieser Workshop bietet einen Einblick in die Geschichte der Wirtschaftsmediation in China, zeigt den gegenwärtigen Stand und zukünftige Entwicklungen auf.

16:00 - 16:30 Uhr Kaffeepause
16:30 - 18:00 Uhr

Parallele Workshops:

  • D. Bowling: Mindfulness and True Presence (2)  mehr

    Wie oft bemerken Sie, dass bei irgendeiner Tätigkeit ihre Gedanken abwandern, dass Sie mit Ihren Gedanken ganz woanders sind, als bei dem, was Sie gerade tun? Wie oft haben Sie Ihrem Gegenüber nicht mehr zugehört, um dann zu sagen: “Oh, tut mir Leid, ich habe Sie nicht richtig gehört: Könnten Sie bitte wiederholen, was Sie eben gesagt haben?” In einer normalen Situation sind solche Augenblicke der Abwesenheit vielleicht nur ein bisschen peinlich, aber in einer Mediation können genau diese Augenblick den Ausschlag für das Gelingen oder das Scheitern geben. In diesem Workshop werden wir untersuchen:
    - was es bedeutet, ganz präsent zu sein,
    - warum unsere Gedanken abschweifen,
    - was die Neurowissenschaften über unser Gehirn und die Präsenz zu sagen haben,
    - was es für ein Gespräch sich ganz natürlich entwickelt, wenn wir nicht ganz präsent sind,
    - was für ein Gespräch wir führen und gestalten können, wenn wir ganz präsent sind,
    - wie sich diese beiden Arten von Gesprächen auf die Konfliktlösung auswirken,
    - welche Übungen es gibt, die unsere Fähigkeiten erweitern, vor allem mitten in einem anstrengenden Konflikt ständig präsent zu sein.

  • B. Edwards: Developing International ADR-Business Practice  mehr

    Der Workshop zeigt zum einen praktische Strategien zur Entwicklung einer eigenen internationalen ADR Geschäftstätigkeit (Rollen, Geschäftsfelder, Marketing) auf und diskutiert unterschiedliche Geschäftsmodelle und deren Vor- und Nachteile. Weiters werden die Erfahrungen von JAMS als dem größten US-amerikanischen Anbieter von ADR aus den Anfangsjahren sichtbar und es wird aufgezeigt, mit welchen Maßnahmen und Geschäftsmodellen der internationale Markt von JAMS in Zukunft weiter erschlossen werden soll.

  • M. LeBaron: Pearls and Perils: Intuition as a Resource for Crossing Border Mediation Activities  mehr

    Intuition – etwas zu wissen, ohne sagen zu können woher – ist etwas, womit die meisten Menschen Erfahrung haben. In diesem Selbsterfahrungs-Workshop werden wir die Intuition untersuchen und der Beziehung, in der sie zur Wirtschaftsmediation steht, auf die Spur kommen. Ausgehend von interdisziplinären wissenschaftlichen Forschungsergebnissen werden wir sehen, wie Intuition stattfindet, erkunden, ob wir mehr Intuition erleben können und wie wir die Fähigkeit, sie als MediatorInnen anzuwenden, verbessern können.

  • C. Schmitz: Unglückliche Ärzte, glückliche Manager? Was hilft, wenn sich Professionslogiken in die Quere kommen?  mehr

    Am Beispiel der Entwicklung in Krankenhäusern können wir verfolgen, was passiert, wenn unterschiedliche professionelle Logiken miteinander um Einfluss und Definitionsmacht ringen und welche Wirkungen das auf Kulturen und Konflikte haben kann. Ein möglicher Ansatz, Eskalationen oder Auftritte zu verhindern, wird vorgestellt und gemeinsam übertragen auf andere Bereiche.

  • M. Varga von Kibéd: Transverbality as a Core Competence in Mediation  mehr

    Mediators need the ability to look through the clients eyes, to change perspectives, to go beyond neutrality towards multidirectional partiality (Boszormenyi‑Nagy) and to experience walking in the client's shoes‑ and to be able to find a suitable translation in every side's own language. Well, these are noble aims‑ and how do you "do" it? The transverbal language offers scores of simple experiential approaches to further all these beautiful abilities. Transverbality (Sparrer & Varga) goes beyond the verbal and nonverbal language by using socially symbolic gestures, representative perceptions and spatial arrangements of people forming a model system. We'll demonstrate the concept of transverbality by practical exercises and demonstrations from structural constellation work (SySt).

18:15 - 18:45 Uhr

Kulturdetektive - die Idee

20:00 Uhr

Empfang im Restaurant Stiftskeller

 

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Dienstag, 20. Juli 2010
 
 
08:15 Uhr
  • D. Bowling: Meditation Practice
  • A. Oberwinkler: Come, Fly With Me - Hawaiianische Bewegungsübungen
09:00 - 10:30 Uhr

Interkultureller Dialog

zum Thema "Kultur"
mit 

  • M. LeBaron
  • C. Schmitz
  • A. Wei-Min Lee
10:30 - 11:00 Uhr Kaffeepause
11:00 - 12:30 Uhr

Parallele Workshops:

  • F. Halter: Die Grenzen des Loslassens am Beispiel der Unternehmensnachfolge  mehr

    Das Loslassen vom eigenen Kind Unternehmen stellt für viele Unternehmer eine fast unüberwindbare Grenze dar. Im Workshop erarbeiten wir verschiedene Gründe und Handlungsstrategien auf verschiedenen Analyseebenen mit dem Ziel der nächsten Unternehmensnachfolge mit gezielten Fragen zu begegnen.

  • P. Harnoncourt: Othello in Mediation  mehr

    Ein experimenteller Workshop, der das Thema des Konflikts im Drama und in der Kunst betrachtet und damit spielt. Der Maßstab dabei ist Expressivität, sinnliche Plausibilität, die theatrale Qualität. Mit dem Format der schwarzen, düsteren, bösen, manchmal auch strahlend negativen Figur steht und fällt die Qualität des Stücks und der Vorstellung. Jago, Mephisto, das Krokodil im Kasperltheater stehen für zahllose geniale Variationen. Die Künstler wollen Verkünder des Friedens, des Glücks, der niemals endenden Liebe sein und dabei künden sie mindestens ebenso so sehr von den unendlichen Abgründen des Lebens.

    Wir improvisieren und diskutieren ausgewählte Szenen aus Othello und anderen dramatischen Vorlagen. Das Kriterien dabei sind, wie gesagt, künstlerisch, dramatisch, nicht vordergründig die irgendeines Nutzen, eines Ziels, einer Humanität – was man aber auch nicht ausschließen kann.

    Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; ein Überblick über „Othello“ wird förderlich sein.

  • G. Hüther: Der Mangel an Bedeutsamkeit als Grenze für Veränderungsprozesse  mehr

    Wenn sich Menschen für nichts mehr begeistern, sich von nichts mehr emotional berühren lassen, bleiben sie veränderungsresistent. Ob und wofür sich Menschen begeistern und emotional öffnen, hängt davon ab, war sie als bedeutsam bewerten. Was als bedeutsam betrachtet wird, geht mit einer Aktivierung emotionaler Zentren und der Freisetzung neuroplastischer Botenstoffe im Gehirn einher.

    Wenn sich also im Gehirn noch einmal etwas verändern soll, müssten man sich für etwas (oder etwas anderes als bisher) begeistern können…

  • M. LeBaron: Conflict Resolution and Cultural Fluency  mehr

    Wir werden der interkulturellen Kompetzenz als einer Kernkompetenz von Neutralen nachgehen, die in der Wirtschaft Probleme lösen und Beziehungen verbessern wollen. Interkulturelle Kompetenz bedeutet, das Wissen um unterschiedliche Ausgangspunkte je nach Kultur anzuwenden und für andere verständlich zu machen (übersetzen). Wir werden darüber sprechen, wie die Interkulturelle Kompetenz u.a. hilfreich sein kann beim
    - Umgang mit der Veränderung der Machtdynamik in interkulturellen Konflikten, und
    - Verhindern einer Eskalation durch destruktive oder negative Muster.
    Michelle LeBaron wird dabei Material aus ihren zwei Büchern (Bridging Cultural Conflicts und Conflict Across Cultures) verwenden und auf die praktischen Erfahrungen des Teilnehmenden eingehen.

  • G. Stadtmüller / M. Varga: Die Position des wertschätzenden Zeugen  mehr

    Die Position des wertschätzenden Zeugen ist eine Position,  aus der wir MediatorIn sehen/erleben können: Die Partei A, die Partei B, sich selbst S sowie das System A-B-S. Diese Position ist somit eine Position außerhalb/oberhalb der Konfliktparteien, aber auch außerhalb/oberhalb der MediatorInnen und damit auch ein Korrektiv für das Subjekt des Mediators. MediatorInnen können unter geeigneten Umständen in die Position des wertschätzenden Zeugen eintreten, ohne diese Position selber zu sein. Damit können MediatorInnen  probatorisch die Position des wertschätzenden Zeugen einnehmen und dabei ggfs. eine eigene Grenze überschreiten ohne die Echtheit (i.S. der Basisvariablen von Carl Rogers) zu schwächen oder zu verletzen.

    Die Position des wertschätzenden Zeugen ist eine tiefgehende Position, die erlaubt, Konflikte, welche man anderweitig vielleicht nicht überwinden könnte, zumindestens einmal anders zu sehen. Sie ist eine paradoxe Aufforderung an die Vielgerichtetheit der MediatorInnen und daher mehr als Allparteilichkeit oder gar Neutralität. Gleichzeitig kann es gelingen, dass MediatorInnen den Parteien A und B ermöglichen, die Position des wertschätzenden Zeugen auch selbst einzunehmen.

    Im Rahmen des Workshops werden Kernelemente dieser Position erläutert und erfahrbar gemacht. Dabei werden folgende Punkte im Mittelpunkt der Überlegungen stehen:
    - Aktives Nichthandeln oder die Zeugenposition als eine Form der 5. Tetralemmaposition
    - Mediative Zeugen oder zur Verbindung der Rolle des wertschätzenden Zeugens zum Witness State im Vipassana und anderen Mediationstraditionen
    - Körperliche Voraussetzungen der Zeugenschaft oder: die Rolle der Zeugenposition im transverbalen Verstehen als veränderter Körperzustand im Lösungsbild einer Strukturaufstellung
    - Ich, Du und die Zeugenschaft oder: das Bewahren der Authentizität in der Transzendenz des Eigenen – Bubers „der Mensch wird erst am Du zum Ich“ und der Buber - Rogers Dialog
    - Wertschätzung ist ansteckend (und wird durch Zeugenschaft übertragen)! Oder: die Notwendigkeit der Initiation von Resonanzprozessen zur Förderung der Empathie
    - Zeugenschaft als repräsentierende Wahrnehmung für sich selbst als Anderer, oder:  warum Tong-Len für sich selbst oder Selbsteinfühlung bei Rosenberg Vorbedingungen aktiver Empathie (bei MediatiorInnen und überhaupt) sind.

  • A. Wei-Min Lee / Y. Feng: Mediation Philosophy within Chinese Characters  mehr

    Chinesische Schriftzeichen sind nicht nur Punkte und Kringel, sondern ein sorgfältig konsruierter Satz von Piktogrammen. Einige von ihnen sind 8000 Jahre alt. In diesem Workshop werden 7 Schriftzeichen vorgestellt, die mit Mediation zu tun haben – wie wir sie schreiben, warum wir sie genau so schreiben, und was für die Mediation heute darin zu finden sein könnte.

12:30 - 14:30 Uhr Mittagspause
14:30 - 16:00 Uhr

Parallele Workshops:

  •  F. Halter: Die Ration(alis)ierung der eigenen Emotionen  mehr

    Im Workshop suchen wir die Auseinandersetzung mit unseren eigenen Emotionen und deren Rolle im Rahmen unserer Arbeit als Berater, Coach und Führungskraft. Dabei reflektieren wir über den Sinn und Unsinn der Ration(alis)ierung unserer eigenen Emotionen.

  • J. Lack: Preparing for an International Mediation - Priming Counsel and Clients  mehr

    Wie gelingt es dem Mediator/der Mediatorin, einen Rapport aufzubauen, wenn die Parteien weit entfernt sind, aus verschiedenen Kulturen stammen, und keine Möglichkeit zu vorbereitenden Treffen besteht? Was kann im Vorfeld geschehen, um prozessbezogene Themen so anzusprechen, dass die Parteien mit ähnlichen Vorstellungen über die Art und den Abvlauf des Mediationsprozesses in die Mediation gehen? Sollte man etwas unternehmen, um die Parteien und ihre RechtsberaterInnen bei der Vorbereitung auf die Mediation zu unterstützen? Wenn dies zutrifft, was sollte man tun? In diesem Workshop werden Möglichkeiten aufgezeigt, die Parteien vor ihrer ersten Mediationssitzung so "einzustimmen", dass sie sich darauf vorbereiten und damit die Zeit in der gemeinsamen Sitzung optimal nutzen können. Wir gehen von der Annahme aus, dass die Auffassung von Mediation sich auch dann ganz stark unterscheiden kann, wenn die Parteien und RechtsberaterInnen sich auf eine Mediatiorin/einen Mediator geeinigt haben.

  • C. Schmitz: Edge People  mehr

    Ausgehend von einem Text von Tony Judt wird das Thema der multiplen Identität in unserer heutigen, sich weiter globalisierenden Welt aufgegriffen. Was braucht es, nirgends zugehörig und dennoch zuhause sein, am Rande stehen zu können und nicht in Exklusionswünsche abzugleiten? Welchen Herausforderungen individueller wie eventuell auch gesellschaftlicher Art müssen wir begegnen, wenn wir uns einfachen Identitäten verweigern? Eine Einladung zur gemeinsamen Exploration einer komplexen Thematik.

  • M. Schonewille: Same, but Different ... Regulating Mediation in Europe (and The Netherlands)  mehr

    Erkenntnisse aus dem EU-Projekt “AnwältInnen in der ADR”: Die Verantwortung und Chancen verbunden mit den Rollen in der alternativen Konfliktregelung, mit einem Überblick über die Haltungen zur Mediation in verschiedenen Ländern und die gesetzliche Umsetzung der Mediationsdirektive der EU, sowie einer etwas ausführlicheren Beschreibung der Situation in den Niederlanden.

  •  A. Wei-Min Lee / Y. Feng: Painting Chinese Characters mehr

    In diesem Workshop werden die Teilnehmenden mit Pinsel, Tinte und Papier ausgerüstet und angeleitet, die Schriftzeichen, die sie in den vergangenen Tagen kennengelernt haben, selbst auf Papier zu bringen. Es ist gar nicht SO schwierig, wenn man weiß, wie’s geht….

16:00 - 16:30 Uhr Kaffeepause
16:30 - 18:00 Uhr

Parallele Workshops:

  • B. Edwards / M. Patera: Crossing Emotional Borders in Mediation  mehr

    Der Workshop ist als eine US-amerikanisch- österreichische Co-Kreation angelegt. Anhand ausgewählter Situationen im Mediationsprozess werden unterschiedliche Formen des Umgangs mit Emotionen in den verschiedenen Mediationsansätzen reflektiert. Dadurch sollen Gemeinsamkeiten und Unterschieden sichtbar und die Annahmen, die den jeweiligen Zugangsweisen zugrunde liegen, deutlich werden.

  • M. Schonewille: Beyond Getting the Deal Done - Deal Mediator vs. Deal Maker  mehr

    Wir alle halten uns für verhandlungsfähig, warum sollten wir also einen Mediator / eine Mediatorin beiziehen? Und wie geht so jemand tatsächlich vor? Vielleicht sind die Parteien besser dran, wenn sie selbst verhandeln? Überprüfen Sie ihr Verhandlungsgeschick und nehmen Sie an einem Experiment teil. Wie handelt man ein Geschäft am besten aus: indem man die Verhandlungen selbst führt oder unter der Führung einer neutralen dritten Person, einer Verhandlungsmediatorin / eines Verhandlungsmediators?

    Für diesen Workshop sind Materialien zur Vorbereitung auf der Member Area / Pre-Reading abrufbar.

  • I. Sparrer: Lösungsfokussierte Strukturaufstellungen für MediatorInnen - zwei Arten des Hörens mehr

    In diesem Workshop zeige ich eine kleine Übungsform, eine Strukturaufstellungsminiatur, die sich bei Missverständnissen und schwieriger Kommunikation als sehr hilfreich erwiesen hat. Es geht um den Unterschieds des Hörens als SenderIn und als EmpfängerIn einer Botschaft. Nach einer Demonstration haben die TeilnehmerInnen Gelegenheit, selber diese Sequenz durchzuführen.

  • G. Stadtmüller: Innere Schutzmechanismen bei Ausgrenzung  mehr

    Ausgrenzung ist ein häufiges Problem in Gruppen, also auch in Familien, Unternehmen, Organisationen, Völkern etc. Ausgrenzung kann eine archaische Angst in Betroffenen bewirken, die Angst verlassen zu werden.

    Der Workshop zeigt Möglichkeiten auf,
    - die Ausgrenzung zu erkennen
    - die innere ggf. bedrohliche Dynamik zu erkennen
    - innere Schutzmechanismen zu entwickeln
    - innere Schutzmechanismen in der Interaktion wirksam werden zu lassen.

    Dies kann sowohl für MediantInnen wichtig sein wie für MediatorInnen. Im ersten Fall kann der Mediator / die Mediatorin seine Klienten unterstützen, Bedrohung zu erkennen und Abwehr zu entwickeln. Im zweiten Fall kann der Mediator / die Mediatorin sich selbst vor Ausgrenzung schützen.

    (Vgl. auch den Workshop “Mobbing”, der auch die interaktionelle Seite von Ausgrenzung erörtert)

  • R. Westerfield: Can Religion Be Ignored in Cross-Cultural Mediation?  mehr

    Warum ist es so viel schwieriger, über Religion zu sprechen als über Spiritualität? Wirkt sich die Religion aus auf den Konflikt, seine Lösung und die Arbeit von MediatorInnen? Was sollten wir über unterschiedliche religiöse Praktiken wissen? Eine interaktive Diskussion mit Angehörigen verschiedener Religionen darüber, wie religiöse Praktiken sich auf Mediationsparteien und sogar MediatorInnen auswirken können.

20:00 Uhr

Abendprogramm

"Heart Beat"

 
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 Mittwoch, 21. Juli 2010
 
 
08:15 Uhr
  • D. Bowling: Meditation Practice
  • A. Oberwinkler: Come, Fly With Me - Hawaiianische Bewegungsübungen
09:00 - 10:30 Uhr

Interkultureller Dialog

zum Thema "
Grenzen"
mit

  • B. Edwards
  • G. Hüther
  • M. Varga von Kibéd
10:30 - 11:00 Uhr Kaffeepause
11:00 - 12:30 Uhr

Parallele Workshops:

  • W. Bartussek: Der Begrenzung im eigenen Körper begegnen und sie überschreiten  mehr

    Deine Glaubenssätze und Gedankenmuster führen zu körperlichen Verhaltensmustern, die dich in deiner Handlungsfähigkeit begrenzen. Solche Begrenzungen können in einer MimoSonanz ™ sichtbar gemacht und überschritten werden. Diese außergewöhnliche Erfahrung kannst du durch ein ganz persönliches, neues Bewegungs-Muster für dich integrieren und umsetzen.

  • D. Curtis / M. Patera: Crossing the Border between Grievance and Forgiveness: Mediator as Sherpa  mehr

    Zu den häufigsten und schädlichsten Nebenwirkungen ungelöster Konflikte gehört die Verbitterung. Wenn sie nicht angesprochen wird, zersetzt sie nicht nur persönliche Beziehungen, sondern auch unser persönliches Wohlbefinden: der Blutdruck steigt; das Immunsystem ist unterdrückt; unsere Gefäße verlieren Flexibilität. Neueste Forschungen zeigen, wie sehr das Verzeihen in der Lage ist, diese Nebenwirkungen rückgängig zu machen und Heilung in Körper und Seele zu bewirken, ebenso wie in der Beziehung. Dennoch wird das Verzeihen selten im rechtlichen Kontext und auch nicht in der Mediation erwähnt.
    In diesem Selbsterfahrungs-Workshop werden wir der Frage nachspüren, was Bitterkeit ist und wie sie entsteht und uns mit den darunter liegenden neurobiologischen Prozessen auseinandersetzen. Wir werden uns befassen mit den neuesten Erkenntnissen bezüglich Bitterkeit und Verzeihen, verschiedenen Zugängen zum Phänomen des Verzeihens aus der kognitiven Psychologie, sowie aus verschiedenen Kulturen und Religionen. Wir werden auch unseren eigenen Hemmungen, das Verzeihen in die Mediation einzubringen, nachgehen und uns mit verschiedenen Möglichkeiten vertraut machen, das Verzeihen in den Mediationsprozess zu integrieren, auch in sehr formellen Geschäftssettings. Schlussendlich werden wir uns anschauen, welche Bedeutung die Fähigkeit, sich selbst zu verzeihen, für die berufliche Entwicklung eines Mediators/ einer Mediatorin hat.

  • J. Lack / M. Schonewille: Critical Junctures in Cross-Border Mediation - Toolkit Board Game (Part 1)  mehr

    Dieser Workshop nimmt tatsächliche Fälle als Ausgangsbasis für eine Diskussion über wesentliche Entscheidungen, Annahmen und Fragen, mit denen man in internationalen Mediationen häufig konfrontiert ist – und zwar meist dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Die Teilnehmenden werden in Teams um die Wette arbeiten und dabei das TOOLKIT Interventionsspiel einsetzen. Jedes MediatorInnenteam wird aufgefordert werden, die Parteien an entscheidenden Weggabelungen zu unterstützen, um auf dem Weg vom Konflikt zur Lösung zu Resultaten zu kommen. In diesem Spiel werden die Teams den Parteien durch Interventionen, strategische Entscheidungen und mit ein bisschen Glück dazu verhelfen, sich von den Positionen (Start) zu beiderseitigem Gewinn (Ziel) zu bewegen.

  • G. Stadtmüller: Mobbing - als Grenzverletzung  mehr

    Mobbing als die Beschreibung einer Kommunikation, bei der Täter und Opfer identifiziert werden können, ist ein Kontextproblem. In dem Workshop wird die Dynamik, soweit sie sich auf innerseelische Beziehung, die Beziehung des Einzelnen zur Arbeit, die zwischenmenschliche Beziehung bezieht, erörtert.

    Die geläufigen “Strategien des Mobbings” werden erörtert und die von Leymann beschriebenen Phasen im Mobbingverlauf sowie die Abwehr von Mobbing in aufeinanderfolgenden Schritten.

  • M. Varga von Kibéd: Borders, Distinction, Differences. Basic Concepts and Exercises for Mediators  mehr

    In this workshop you'll become acquainted with some experiments to change your perception and enlarge your options regarding borders, distinctions and differences in mediation. We'll use semantic reaction differentiation and miniature formats from structural constellation (SySt) work. We'll introduce certain concepts from logic, semiotics and philosophy of language, using ideas of Charles Sanders Peitce, Ludwig Wittgenstein and George Spencer Brown. The participants will have the opportunity to look at the differences and distinctions that play prominent roles in the process of mediation and the concept of borders from a refreshing and new basic perspective.

12:30 - 14:30 Uhr Mittagspause
14:30 - 16:00 Uhr

Parallele Workshops:

  • D. Bowling / D. Curtis: Empathic Listening and Skillful Speech  mehr

    Empathisches Zuhören und die Kunst, sich verständlich zu machen in Verbindung beständiger Präsenz und Weisheit, sind wahrscheinlich die beiden Säulen der Kunst der Konfliktlösung. Wir werden die jüngsten Erkenntnisse der Neurowissenschaften untersuchen, die unsere angeborene Fähigkeit zur Empathie bestätigen. Dieser sehr selbsterfahrerisch angelegte Workshop wird eine klare Unterscheidung der beiden Fähigkeiten vermitteln und ausgiebiges Üben in Kleingruppen ermöglichen.

  • J. Lack / M. Schonewille: Critical Junctures in Cross-Border Mediation - Toolkit Board Game (Part 2)  mehr

    Dieser Workshop nimmt tatsächliche Fälle als Ausgangsbasis für eine Diskussion über wesentliche Entscheidungen, Annahmen und Fragen, mit denen man in internationalen Mediationen häufig konfrontiert ist – und zwar meist dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Die Teilnehmenden werden in Teams um die Wette arbeiten und dabei das TOOLKIT Interventionsspiel einsetzen. Jedes MediatorInnenteam wird aufgefordert werden, die Parteien an entscheidenden Weggabelungen zu unterstützen, um auf dem Weg vom Konflikt zur Lösung zu Resultaten zu kommen. In diesem Spiel werden die Teams den Parteien durch Interventionen, strategische Entscheidungen und mit ein bisschen Glück dazu verhelfen, sich von den Positionen (Start) zu beiderseitigem Gewinn (Ziel) zu bewegen.

  • A. Latif: Heart Rhythm Meditation Practice mehr

    Die Herz-Rhythmus Meditation ist ein Meditationssystem, das Atemübungen mit Puls und Herzschlag verbindet, um in die Tiefe des Bewusstseins, des Gefühls, der Kreativität und der Intuition zu gelangen. Mit Prozessen wie z.B. Rhythmisches Atmen, Elementatemzüge und die Dimensionen des Herzens, können wir Energien ausgleichen, den Magnetismus erhöhen und die Fähigkeit unseres Herzens vergrößern, Gegensätze, Paradoxa und Widersprüche aufzunehmen. Diese Methode ist ein hervorragendes Mittel zur Identifikation und Klärung zwischenmenschlicher Dynamiken.
    Amoura ist als Lehrerin für diese Methode vom Institute for Applied Meditation zertifiziert. Sie hat unter anderem in Institutionen wie dem Tanzquartier im Wiener Museumsquartier Kurse gegeben.

  • I. Sparrer: Lösungsfokussierte Strukturaufstellungen für MediatorInnen - das lösungsgeometrische Interview mehr

    Die lösungsfokussierte Gesprächsführung der Schule von Milwaukee eignet sich hervorragend für die Auflösung von Konfliktsituationen. In diesem Workshop konzentriere ich mich auf die Wunderfrage, das Herzstück dieses Ansatzes, und zeige, wie mit dieser Frage in Strukturaufstellungen gearbeitet werden kann. Sie lernen das Format des lösungsgeometrischen Interviews kennen und in einer kleinen Übung anwenden.

  • R. Westerfield: Whose Story Is It Anyway?  mehr

    Gehört die Erzählung den Parteien oder formen MediatorInnen sie bewusst oder unbewusst? Eine interaktive Übung soll den MediatiorInnen die Gelegenheit geben, ihre eigenen Tendenzen zu identifizieren und zu untersuchen, wie unangefochtene Annahmen eines Mediators/einer Mediatiorin eine Mediation behindern können.

ab 16:30 Uhr

Brücken bauen

Wanderung im Nationalpark Gesäuse

 
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Donnerstag, 22. Juli 2010
 
08:15 Uhr
  • D. Bowling: Meditation Practice
  • A. Latif: Stretch and Breath

09:00 - 10:30 Uhr


Crossing Borders - ein Kaleidoskop
 mehr

Sie als TeilnehmerInnen bringen alle ganz unterschiedliche eigene Erfahrungen mit Kulturen, Konflikten und Konfliktbearbeitungen, Grenzsituationen, etc. zur Summer School mit. Sie verfügen alle über Erfahrungen, was in konkreten Situationen hilfreich gewesen ist und kennen gleichzeitig auch Situationen des Scheiterns, die Sie zu neuen Erkenntnissen gebracht haben. Diese Erlebnisse, Einsichten, Wissen oder Fähigkeiten interessieren uns! Für den interkulturellen Dialog am Donnerstagvormittag möchten wir Ihre Ressourcen nutzen und Sie daher einladen, diese Erfahrungen einzubringen und zu teilen.

Das Spektrum an Themen kann dabei sowohl Grenzsituationen in Mediationen umfassen, wie auch Bespiele oder Eindrücke aus interkulturellen Mediationen, Mediationen in und zwischen unterschiedlichen Kulturen. Aber auch ihre Kenntnis interessanter Organisationen, Netzwerke, oder Initiativen möchten wir – wie in einem Kaleidoskop - einfangen, spiegeln, um die Tiefe und Vielfalt des Themas „Crossing Borders“ erfahrbar zu machen.


 
10:30 - 11:00 Uhr Kaffeepause
11:00 - 12:30 Uhr

Parallele Workshops:

  • D. Bowling: Personal Qualities of a Mediator Essential for Inter-Cultural Mediation  mehr

    Welches sind die wesentlichen persönlichen Eigenschaften eines Mediators/ einer Mediatorin, besonders in der interkulturellen Mediation?
    Die meisten Mediationsausbildungen vermitteln Techniken und Theorien, anstatt sich darauf zu konzentrieren, jene persönlichen Eigenschaften zu entwickeln, die sich am stärksten in unserer Arbeit als KonfliktlöserInnen auswirken. Warum ist das so? Warum sind wir so beständig in unserer Geringschätzung und sogar Nichtbeachtung dessen, wer wir sind? Warum weigern wir uns, den Einfluss unseres So-Seins auf unsere Arbeit als KonfliktlöserInnen zu beachten, und konzentrieren uns stattdessen beinahe ausschließlich darauf, was wir tun und wissen? Wie führt diese weit verbreitete menschliche Neigung dazu, dass Konflikte eher geschaffen als gelöst werden, besonders dann, wenn wir es mit Menschen zu tun haben, die anders sind als wir? In diesem Workshop werden wir nachdenken über das Phänomen, dass wir nicht beachten, wer wir sind und dessen Auswirkung auf unsere Fähigkeit, die Kunst der Konfliktlösung zu beherrschen. Wir werden die Bedeutung persönlicher Eigenschaften für unsere Arbeit betrachten und unterscheiden zwischen:
    - den wesentlichen persönlichen Eigenschaften einer Konfliktlöserin / eines Konfliktlösers,
    - praktischen Möglichkeiten, diese Eigenschaften zu entwickeln, und
    - geschickten Techniken, um diese Eigenschaften mitten im Konflikt zur Verfügung zu haben

  • J. Lack / H. Liefhebber: Practical Issues and Techniques for Cross-Cultural Mediation Based on Neurobiology  mehr

    Dieser Workshop führt ausgehend von den neuesten Entdeckungen der Neurobiologie zu einem besseren Verständnis davon, wie Menschen in der Mediation Informationen verarbeiten, und welche Techniken warum und wie in der Mediation funktionieren können. Daraus resultierende spezifische Tools und praktische Themen werden diskutiert, und bekannte Techniken im Lichte dieser Erkenntnisse analysiert. Das SCARF Modell wird als ein möglicher Kompass im Mediationsprozess vorgestellt.

  • M. LeBaron: Transforming Conflict Using Somatic Intelligence  mehr

    Ein Konflikt ist komplex und vielschichtig. Was uns an Werkzeugen zur Analyse und Kommunikation zur Verfügung steht ist nützlich, reicht aber oft nicht aus. Die Teilnehmenden an diesem Workshop werden folgendes untersuchen:
    - Die symbolische Ebene des Konflikts (wo die Begrenzungen durch die Identität und die Weltanschauung eine Transformation erschweren)
    - Methoden der Intervention auf der symbolischen Ebene inklusive Körperbewusstsein und körperliche Erfahrungen
    - Bewegung und Tanz als Methoden der Konfliktanalyse und -transformation.

  • A. Wei-Min Lee / Y. Feng: Understanding Chinese Tea Culture and Philosophy mehr

    Als Schlusspunkt dieser Workshopreihe werden wir die chinesische Teekultur vorstellen. Miteinander Tee zu trinken ist seit langem ein Weg Beziehungen aufzubauen, Respekt zu erweisen und einen abgeschlossenen Vertrag oder eine erfolgreiche Mediation zu bekräftigen. In diesem Workshop erklären wir die Philosophie und die Bedeutung, die im gemeinsamen Genuss einer simplen Tasse Tee liegt.

  • D. Weinstein: Crossing Borders - Cultural Negotiations (Experiences with JPN, ISR, CHN, IRN, RUS)
12:30 - 14:30 Uhr Mittagspause

14:30 Uhr


International Mediation Meets International Construction
- Einführung -

15:15 - 16:30 Uhr

Workshop Session 1:

  • D. Bowling: Managing Multi-Party Disputes in Cross-Border Mediations mehr

    Mediation ist nicht leicht kategorisierbar. Es gibt definitiv keine Methode, die für alle Konflikte passt. Dies trifft besonders zu, wenn es sich um einen Konflikt handelt, in den viele Parteien involviert sind, und der komplexe, geschäftliche Zusammenhänge betrifft. Wir befassen uns mit fünf wesentlichen Aspekten der Vielparteienmediation:
    1) Vorinformationen und Vorbereitung,
    2) Strukturieren,
    3) Entscheidungsregeln,
    4) Umgang mit Koalitionen,
    5) den Raum und das Gespräch zu managen

  • B. Edwards: International Mediation of Construction Disputes  mehr

    Der Workshop zeigt anhand von Erfahrungen aus den USA die Vorteile und besonderen Schwierigkeiten der Konfliktregelungen im Bausektor. Neben den Kernelementen des Partnering-Ansatzes (Startphase, Partnering-Workshop, Charter, Follow-up Workshops) werden informelle und formelle Ansätze der Bearbeitung von Nachtragsforderungen vorgestellt. Weiters werden Beispiele für die Einsatzmöglichkeiten von Partnering außerhalb von Bauprojekten aufgezeigt.

  • U. Gamm / M. Patera: Mediative Kompetenz in der Führung von Bauunternehmen  mehr

    In diesem Workshop wird das Konzept mediativer Kompetenz für Führung (MedCom®) vorgestellt. Im Unterschied zum kurativen Ansatz der Mediation werden Haltungen und Methoden aus der Mediation präventiv im Rahmen von Führungsaufgaben eingesetzt. Ziel ist es, gerade in schwierigen Situationen im Kontakt zu bleiben und gelingende Beziehungen nach innen und außen zu gestalten. Dies impliziert auch eine bewusste Gestaltung von Konflikt- und Führungskulturen. Im Workshop werden die Erfahrungen aus unterschiedlichen Trainings in österreichischen Unternehmen aus dem Bau- und Planungsbereich vorgestellt.

  • M. Garbuio von Au / M. Müller: Besondere Herausforderungen bei grenzüberschreitenden Bauprojekten  mehr

    Grenzüberschreitende Bauprojekte stellen besonders bei Auftreten von Konflikten besondere Herausforderungen für alle Beteiligten dar. Hierzu zählen nicht nur verschiedene (Mutter)sprachen, sondern vor allen Dingen auch Mentalitätsunterschiede sowie auch ein gänzlich anderes Vertragsverständnis, unabhängig vom gewählten Recht. Hinzu kommen noch oftmals ein erheblicher Termin- und Kostendruck, mit dem die Parteien je nach Herkunft verschieden umgehen.

    Es ist Aufgabe des Mediators, sich nicht nur selbst diese Unterschiede bewusst zu machen, sondern gemeinsam mit den Medianten unter Berücksichtigung dieser Verschiedenheiten Lösungen zu erarbeiten, die auch diesen jeweiligen Besonderheiten Rechnung tragen.

  • G. Hüther: Grenzen der Wahrnehmungs- und Denkfähigkeit in Konfliktsituationen  mehr

    Soziale Konflikte sind die stärksten Auslöser von Verunsicherung, Angst und Ohnmacht. Unter diesen Bedingungen kommt es zunächst zur Regression auf bewährte Muster und schließlich zur Regression auf die archaischen Notfallprogramme im Hirnstamm.

    Diese regressiven Muster sind robust und dienen der nackten Überlebenssicherung. Wahrnehmen, was wirklich ist und überlegen, was möglich wäre, kann in diesem Zustand niemand.

    Deshalb muss jeder Mediationsprozess zunächst darauf abzielen, den Konfliktpartnern Möglichkeiten zu bieten aus ihren regressiven Mustern herauszufinden…

  • A. Latif: Dancing Across Borders: Rhythm and Movement in Oriental Dance mehr

    Orientalischer Tanz in Raum und Zeit… ein uralter Tanz, der Grenzen überschritten hat und inmitten von Streit erblüht ist. Wie konnte er überleben? Schon der Name “Bauchtanz” ist ein Mißgriff, ein Begriff, den ihm die westlichen Orientalisten verliehen haben. In diesem Workshop wird Amoura einen einzigartigen Einblick in diesen Tanz und seine Musik geben, ungetrübt von kulturellen Vorinterpretationen. Mit dabei sein werden grundlegende Bewegungen, Übungen, Ausdruck, Gestik und Hintergrundinformation zu dieser stigmatisierten Kunstform, die gegenwärtig auf der ganzen Welt beliebt ist.

  • W. Pistecky: Integrative Gesprächsformen für die Bewältigung heikler (Gesprächs-) Situationen im Planungs- und Bau-Alltag  mehr

    Die Erfahrungen von MediatorInnen, die im Quellberuf im Planungs-, Bau- und Umweltbereich tätig sind, zeigen, dass der Einsatz vieler Elemente der Mediation im täglichen Berufsleben erhebliche Vorteile bei der Bewältigung heikler (Gesprächs-) Situationen bringt, ohne dabei ein Mediationsverfahren im Sinne der gesetzlichen Vorgaben durchzuführen.

    In diesem Workshop wird anhand von Praxisbeispielen demonstriert,
    - wie die Struktur eines Mediationsverfahrens im Rahmen der Projektarbeit zur erfolgreichen Bewältigung von Herausforderungen eingesetzt werden kann,
    - welche Elemente der Mediation im täglichen Umgang mit Projekt-Kritikern hilfreich sein können,
    - welche Unterstützung eine mediative Haltung in heiklen (Gesprächs-) Situationen bietet.

  • C. Wagner / M. Jung: Mediativ-Kooperative Bauverträge  mehr

    Konservative Bauverträge provozieren aufgrund ihrer Struktur und ihrer Regelungen Konflikte. Sie sind kein Kooperationsbündnis, was sie eigentlich sein sollten, sondern lesen sich wie "Kriegserklärungen". Mediativ-Kooperative Bauverträge regeln gemeinsame Ziele und Interessen. Sie enthalten keine "Strafen", sondern arbeiten mit Anreizmodellen. In ihren Klauseln werden wertschöpfende ("win-win") und konfliktlösende Elemente, die aus der Mediation bekannt sind, als Vertragsrecht umgesetzt. Sie enthalten Regelungen für ein Konfliktmanagement. Mediativ-Kooperative Vertragsmodelle als alternatives Vertragsrecht wirken bei der Abwicklung von Bauprojekten hinsichtlich der mit ihnen verbundenen Chancen und Risiken wie die Mediation als alternatives Verfahrensrecht bei Konflikten. Im Workshop wird dargestellt, wie mit typischen Risikobereichen anders umgegangen wird und welche Regelungen hierfür sinnvoll sind.

  • D. Weinstein: Crossing Borders - Cultural Negotiations (Experiences with JPN, ISR, CHN, IRN, RUS) - continued
16:30 - 17:00 Uhr Kaffeepause
17:00 - 18:15 Uhr

Workshop Session 2:

  • D. Bowling: Managing Multi-Party Disputes in Cross-Border Mediations mehr

    Mediation ist nicht leicht kategorisierbar. Es gibt definitiv keine Methode, die für alle Konflikte passt. Dies trifft besonders zu, wenn es sich um einen Konflikt handelt, in den viele Parteien involviert sind, und der komplexe, geschäftliche Zusammenhänge betrifft. Wir befassen uns mit fünf wesentlichen Aspekten der Vielparteienmediation:
    1) Vorinformationen und Vorbereitung,
    2) Strukturieren,
    3) Entscheidungsregeln,
    4) Umgang mit Koalitionen,
    5) den Raum und das Gespräch zu managen

  • B. Edwards: International Mediation of Construction Disputes mehr

    Der Workshop zeigt anhand von Erfahrungen aus den USA die Vorteile und besonderen Schwierigkeiten der Konfliktregelungen im Bausektor. Neben den Kernelementen des Partnering-Ansatzes (Startphase, Partnering-Workshop, Charter, Follow-up Workshops) werden informelle und formelle Ansätze der Bearbeitung von Nachtragsforderungen vorgestellt. Weiters werden Beispiele für die Einsatzmöglichkeiten von Partnering außerhalb von Bauprojekten aufgezeigt.

  • U. Gamm / M. Patera: Mediative Kompetenz in der Führung von Bauunternehmen mehr

    In diesem Workshop wird das Konzept mediativer Kompetenz für Führung (MedCom®) vorgestellt. Im Unterschied zum kurativen Ansatz der Mediation werden Haltungen und Methoden aus der Mediation präventiv im Rahmen von Führungsaufgaben eingesetzt. Ziel ist es, gerade in schwierigen Situationen im Kontakt zu bleiben und gelingende Beziehungen nach innen und außen zu gestalten. Dies impliziert auch eine bewusste Gestaltung von Konflikt- und Führungskulturen. Im Workshop werden die Erfahrungen aus unterschiedlichen Trainings in österreichischen Unternehmen aus dem Bau- und Planungsbereich vorgestellt.

  • M. Garbuio von Au / M. Müller: Besondere Herausforderungen bei grenzüberschreitenden Bauprojekten  mehr

    Grenzüberschreitende Bauprojekte stellen besonders bei Auftreten von Konflikten besondere Herausforderungen für alle Beteiligten dar. Hierzu zählen nicht nur verschiedene (Mutter)sprachen, sondern vor allen Dingen auch Mentalitätsunterschiede sowie auch ein gänzlich anderes Vertragsverständnis, unabhängig vom gewählten Recht. Hinzu kommen noch oftmals ein erheblicher Termin- und Kostendruck, mit dem die Parteien je nach Herkunft verschieden umgehen.
    Es ist Aufgabe des Mediators, sich nicht nur selbst diese Unterschiede bewusst zu machen, sondern gemeinsam mit den Medianten unter Berücksichtigung dieser Verschiedenheiten Lösungen zu erarbeiten, die auch diesen jeweiligen Besonderheiten Rechnung tragen.

  • W. Pistecky: Integrative Gesprächsformen für die Bewältigung heikler (Gesprächs-) Situationen im Planungs- und Bau-Alltag  mehr

    Die Erfahrungen von MediatorInnen, die im Quellberuf im Planungs-, Bau- und Umweltbereich tätig sind, zeigen, dass der Einsatz vieler Elemente der Mediation im täglichen Berufsleben erhebliche Vorteile bei der Bewältigung heikler (Gesprächs-) Situationen bringt, ohne dabei ein Mediationsverfahren im Sinne der gesetzlichen Vorgaben durchzuführen.
    In diesem Workshop wird anhand von Praxisbeispielen demonstriert,
    - wie die Struktur eines Mediationsverfahrens im Rahmen der Projektarbeit zu erfolgreichen Bewältigung von Herausforderungen eingesetzt werden kann,
    - welche Elemente der Mediation im täglichen Umgang mit Projekt-Kritikern hilfreich sein können;
    - welche Unterstützung eine mediative Haltung in heiklen (Gesprächs-) Situationen bietet.

  • C. Wagner / M. Jung: Mediativ-Kooperative Bauverträge  mehr

    Konservative Bauverträge provozieren aufgrund ihrer Struktur und ihrer Regelungen Konflikte. Sie sind kein Kooperationsbündnis, was sie eigentlich sein sollten, sondern lesen sich wie "Kriegserklärungen". Mediativ-Kooperative Bauverträge regeln gemeinsame Ziele und Interessen. Sie enthalten keine "Strafen", sondern arbeiten mit Anreizmodellen. In ihren Klauseln werden wertschöpfende ("win-win") und konfliktlösende Elemente, die aus der Mediation bekannt sind, als Vertragsrecht umgesetzt. Sie enthalten Regelungen für ein Konfliktmanagement. Mediativ-Kooperative Vertragsmodelle als alternatives Vertragsrecht wirken bei der Abwicklung von Bauprojekten hinsichtlich der mit ihnen verbundenen Chancen und Risiken wie die Mediation als alternatives Verfahrensrecht bei Konflikten. Im Workshop wird dargestellt, wie mit typischen Risikobereichen anders umgegangen wird und welche Regelungen hierfür sinnvoll sind.

  • D. Weinstein: Mediation Goes Hollywood
  • R. Westerfield: Integrating the Admont Experience  mehr

    The summer school offers a wide range of approaches, practices and learning opportunities. How do we digest the various experiences? The workshop is a facilitated exercise reflecting on and integrating the learnings and lessons of the Admont experience.

 18:15 - 18:45 Uhr


Abschluss-Statements,
Zusammenfassung

19:30 Uhr

21:00 Uhr

 

Abendessen

C. Herrmann: Klavierkonzert mit Werken von Schumann und Chopin

Anschließend "Roll Over Beethoven ..."

 
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Freitag, 23. Juli 2010
 
 
08:15 Uhr
  • D. Bowling: Meditation Practice
  • A. Oberwinkler: Come, Fly With Me - Hawaiianische Bewegungsübungen
09:00 - 09:45Uhr


International Mediation Meets International Banking
- Einführung -

10:00 - 11:15 Uhr

Workshop Session 1:

  • G. Büttner: Anwendungsbeispiel für mediative Kompetenz in der Vermögensgestaltung  mehr

    Vermögen ist für viele Menschen nur die Summe an materiellen Werten. Ziel dieses Workshops ist es, den gegenwärtigen Vermögensbegriff zu erweitern und einen neuen, umfassenderen Vermögensbegriff einzuführen.

    Der Mehrwert dieses Ansatzes ergibt sich aus der Möglichkeit, die unterschiedlichen Dimensionen von Vermögen zueinander in Beziehung zu setzen, materielles mit nicht materiellem Vermögen zu verbinden und in der Beratung bearbeitbar zu machen.

    Mit Blick auf Bedürfnisse ergibt sich aus diesem Ansatz eine neue, sinnvolle und bereichernde Form der Vermögensgestaltung.

    Ziel ist es, den TeilnehmerInnen durch ein Fallbeispiel und konkrete Fragestellungen neue Sichtweisen auf den Vermögensbegriff zu vermitteln.

  • B. Greimel, W. Schinagl: Mediative Kompetenz im Bankenalltag - Praxiserfahrungen der Volksbank Graz-Bruck e.Gen.
  • F. Halter / U. Gamm: Nachfolgeregelungen mit mediativer Kompetenz - die Rolle der Hausbank  mehr

    Anhand des St. Galler Nachfolge-Modells wird ein ganzheitlicher Ansatz zur Gestaltung der Unternehmensnachfolge dargestellt und  die besonderen Herausforderungen bzw. Konfliktpotentiale sowohl im Übergabe- wie auch im Übernahmeprozess erfahrbar gemacht. Neben den klassischen Beratern wie Wirtschaftstreuhändern, Steuerberatern, Rechtsanwälten oder Unternehmensberatern spielen die Berater der „Hausbank“ in diesen Prozessen eine wichtige Rolle. Sie sind vielfach mit widersprüchlichen Erwartungshaltungen, unzureichender Kommunikation oder starken Emotionen bei den Beteiligten konfrontiert. Im Workshop soll sichtbar werden, wie im Nachfolgeprozess mit mediativer Kompetenz eine gelingende Beratungsbeziehung gestaltet werden kann, in der die verschiedenen Ebenen der Nachfolge, die unterschiedlichen Akteure, sowie „harte“ und „weiche“ Faktoren verbunden werden, um so eine nachhaltige Geschäftsbeziehungen zwischen Bank und Familienunternehmen zu fördern.

  • G. Hüther: Supportive Leadership. Impulse aus der Neurobiologie für Führung mehr

    Wer andere Menschen erfolgreich führen will, sollte einigermaßen darüber Bescheid wissen, was sich im eigenen Kopf und in den Köpfen der Anderen abspielt. Im Rahmen dieses Workshops werden zentrale Erkenntnisse der Neurobiologie und ihre fundamentalen Bezüge zu Führung vorgestellt.
    Im Mittelpunkt steht das Konzept „Supportive Leadership“, durch das Führungskräfte die kreativen Potentiale ihrer MitarbeiterInnen entdecken und stärken können. Doch was bedeutet dies in schwierigen Führungssituationen? Wie kann mit Ängsten (sowohl bei MitarbeiterInnen wie Führungskräften) umgegangen werden? Wie sind Führungsprozesse zu gestalten, damit sie sowohl Herausforderungen darstellen und so ein Wachstum (individuell und als Organisation) ermöglichen und gleichzeitig eine Führungskultur fördern, in der Beziehung und Verbundenheit erfahrbar gemacht werden?

  • J. Lack: Cross-Border Mediation - a Case Study  more

    In diesem Workshop wird anhand eines Wirtschaftsmediationsfalles aufgezeigt, welche Schwierigkeiten und besonderen Herausforderungen dadurch entstehen, dass die Parteien (und ihre AnwältInnen) aus verschiedenen Kulturen stammen und wie man dem bei der Gestaltung des Mediationsprozesses selbst Rechnung trägt.

  • M. LeBaron: Painting New Pictures: Artful Leadership in Modern Times  mehr

    In diesem Workshop werden sich die Teilnehmenden mit 2 Zugängen zur grenzüberschreitenden Führung auseinandersetzen. Folgenden Fragen werden wir unter anderem nachgehen:
    - Wie gestalten wir als MediatorInnen oder Neutrale die führende Rolle, wenn wir Blockaden lösen wollen?
    - Wie können MediatorInnen im Rahmen der Neutralität sich für einen offenen und fairen Prozess einsetzen, der auch Menschen miteinbezieht, die aus Organisations-, Gesellschafts- oder anderen Grenzen womöglich ausgeschlossen würden?
    - Welche Schlüsselfähigkeiten kennzeichnen eine geschickte Führung im öffentlichen und im privaten Leben?
    - Welche Rolle spielt die geschickte Führung bei der Vermeidung und Management von Konflikten in Organisationen?

  • M. Schwarz: Qualitätsanforderungen an wirtschaftliche Beratung  mehr

    Bei der Beschreitung des Weges vom Wissenstransfer hin zu einer Beratung wirtschaftlicher Fragestellungen, die Nutzen stiftet, kommt der gestandene Fachexperte im  Netz der eigenen Gesinnungen leicht ins Straucheln. Es stellt sich rasch die Frage, welche Qualitäten benötigt Beratung zusätzlich zur fachlichen Exzellenz und in welcher Form lassen sich diese organisieren. Das Zögern in der Bereitschaft, dabei vertraute Grenzen eigener professioneller mentaler Modelle zu überschreiten, führt nicht selten zur kunstvollen inneren Aufgabe des Vorhabens, ohne dies auch Dritten transparent zu machen. Das führt zwangsläufig zu einem verhängnisvollen Dilemma.

    Der Workshop stellt sich der Frage, welche Rolle ausgewählte Edelsteine der mediativen Haltung in der Tätigkeit wirtschaftsberatender Berufe einnehmen müssen und welchen Nutzen sie stiften. In der Darlegung des eigenen Veränderungsprozesses versucht der Workshop die Postulate anschlussfähig zu transportieren.

  • G. Stadtmüller: Konflikt als Geschenk mehr

    Konflikte werden oft als unüberbrückbare Gegensätze insoweit gesehen, als bei einer Lösung des Konflikts eine Partei unterlegen, die andere überlegen erscheint. Auch in den selteneren Fällen, bei den Konfliktlösungen von beiden Parteien erlebt werden, als seien beide nun überlegen (oder als seien beide nun unterlegen), werden Konflikte und ihre Lösung zumeist auf der Dominanz -/ Unterwerfungsebene erlebt.

    Eine andere Sicht kann darin bestehen, den Konflikt als Geschenk zu erleben – Geschenk in dem Sinne, dass eine Lösung zu einer höheren (konstruktiveren, reicheren, freieren, tieferen etc.) Verbindung führen kann, als es ohne den Konflikt möglich gewesen wäre. Diese mögliche höhere gemeinsame Position in Rechnung zu stellen (selbst wenn sie noch nicht gesehen werden kann), kann einen anderen Umgang mit dem Konflikt und den Parteien ermöglichen.

  • D. Weinstein: Financial Crisis - Mediating the Consequences
11:15 - 11:45 Uhr Kaffeepause
 11:45 - 13:00 Uhr

Workshop Session 2:

  • G. Büttner: Anwendungsbeispiel für mediative Kompetenz in der Vermögensgestaltung  mehr

    Vermögen ist für viele Menschen nur die Summe an materiellen Werten. Ziel dieses Workshops ist es, den gegenwärtigen Vermögensbegriff zu erweitern und einen neuen, umfassenderen Vermögensbegriff einzuführen.

    Der Mehrwert dieses Ansatzes ergibt sich aus der Möglichkeit, die unterschiedlichen Dimensionen von Vermögen zueinander in Beziehung zu setzen, materielles mit nicht materiellem Vermögen zu verbinden und in der Beratung bearbeitbar zu machen.

    Mit Blick auf Bedürfnisse ergibt sich aus diesem Ansatz eine neue, sinnvolle und bereichernde Form der Vermögensgestaltung.

    Ziel ist es, den TeilnehmerInnen durch ein Fallbeispiel und konkrete Fragestellungen neue Sichtweisen auf den Vermögensbegriff zu vermitteln.

  • B. Greimel, W. Schinagl: Mediative Kompetenz im Bankenalltag - Praxiserfahrungen der Volksbank Graz-Bruck e.Gen.
  • F. Halter: Total Value Konzept - die Grenzen der Unternehmensbewertung im Nachfolgeprozess  mehr

    Eine Unternehmensbewertung kann mit akademischer Genauigkeit durchgeführt werden, wobei die Methodenkompetenz im Vordergrund steht. Der eigentliche Preis der Transaktion ist in der Tat ein Mix aus finanziellem und emotionalem Wert. Im Workshop suchen wir den Dialog entlang eines Denkkonzeptes zur Vorbereitung einer Unternehmensnachfolge.

  • G. Hüther: Transformation - Überwindung eingefahrener Beziehungsmuster mehr

    Menschen machen Erfahrungen, daraus werden innere Einstellungen und die bestimmen ihre Bewertungen, ihr Denken und Handeln in Konfliktsituationen.
    Die Kunst der Mediation besteht darin, die Konfliktparteien einzuladen, zu ermutigen, zu inspirieren, eine neue Erfahrung in der Beziehung zueinander zu machen…

  • J. Lack: Cross Border Mediation - a Case Study  more

    In diesem Workshop wird anhand eines Wirtschaftsmediationsfalles aufgezeigt, welche Schwierigkeiten und besonderen Herausforderungen dadurch entstehen, dass die Parteien (und ihre AnwältInnen) aus verschiedenen Kulturen stammen und wie man dem bei der Gestaltung des Mediationsprozesses selbst Rechnung trägt.

  • M. LeBaron: Painting New Pictures: Artful Leadership in Modern Times  mehr

    In diesem Workshop werden sich die Teilnehmenden mit zwei Zugängen zur grenzüberschreitenden Führung auseinandersetzen. Folgenden Fragen werden wir unter anderem nachgehen:
    - Wie gestalten wir als MediatorInnen oder Neutrale die führende Rolle, wenn wir Blockaden lösen wollen
    - Wie können MediatorInnen im Rahmen der Neutralität sichg für einen offenen und fairen Prozess einsetzen, der auch Menschen miteinbezieht, die aus Organisations-, Gesellschafts- oder anderen Grenzen womöglich ausgeschlossen würden?
    - Welche Schlüsselfähigkeiten kennzeichnen eine geschickte Führung im öffentlichen und im privaten Leben?
    - Welche Rolle spielt die geschickte Führung bei der Vermeidung und dem Management von Konflikten in Organisationen? Authentizität, phantasievolles Nachfragen und interkulturelle Kompetenz werden als wesentliche Voraussetzungen für eine geschickte Führung näher untersucht. Es wird gezeigt, wie man als MediatorIn die geschickte Führung praktizieren und kultivieren kann.

  • M. Schwarz: Qualitätsanforderungen an wirtschaftliche Beratung  mehr

    Bei der Beschreitung des Weges vom Wissenstransfer hin zu einer Beratung wirtschaftlicher Fragestellungen, die Nutzen stiftet, kommt der gestandene Fachexperte im  Netz der eigenen Gesinnungen leicht ins Straucheln. Es stellt sich rasch die Frage, welche Qualitäten benötigt Beratung zusätzlich zur fachlichen Exzellenz und in welcher Form lassen sich diese organisieren. Das Zögern in der Bereitschaft, dabei vertraute Grenzen eigener professioneller mentaler Modelle zu überschreiten, führt nicht selten zur kunstvollen inneren Aufgabe des Vorhabens, ohne dies auch Dritten transparent zu machen. Das führt zwangsläufig zu einem verhängnisvollen Dilemma.

    Der Workshop stellt sich der Frage, welche Rolle ausgewählte Edelsteine der mediativen Haltung in der Tätigkeit wirtschaftsberatender Berufe einnehmen müssen und welchen Nutzen sie stiften. In der Darlegung des eigenen Veränderungsprozesses versucht der Workshop die Postulate anschlussfähig zu transportieren.

  • G. Stadtmüller: Konflikt als Geschenk mehr

    Konflikte werden oft als unüberbrückbare Gegensätze insoweit gesehen, als bei einer Lösung des Konflikts eine Partei unterlegen, die andere überlegen erscheint. Auch in den selteneren Fällen, bei den Konfliktlösungen von beiden Parteien erlebt werden, als seien beide nun überlegen (oder als seien beide nun unterlegen), werden Konflikte und ihre Lösung zumeist auf der Dominanz -/ Unterwerfungsebene erlebt.

    Eine andere Sicht kann darin bestehen, den Konflikt als Geschenk zu erleben – Geschenk in dem Sinne, dass eine Lösung zu einer höheren (konstruktiveren, reicheren, freieren, tieferen etc.) Verbindung führen kann, als es ohne den Konflikt möglich gewesen wäre. Diese mögliche höhere gemeinsame Position in Rechnung zu stellen (selbst wenn sie noch nicht gesehen werden kann), kann einen anderen Umgang mit dem Konflikt und den Parteien ermöglichen.

  • D. Weinstein: Financial Crisis - Mediating the Consequences
13:00 - 14:30 Uhr

Mittagspause und Abschluss International Mediation Meets International Banking

14:30 - 16:00 Uhr Abschluss-Plenum: Cultural Detectives - Summer School as a Cultural Island
16:00 Uhr

Chill out

 

Last update 17. Juli 2010